Mercedes EQA/EQB: Wende im Akku-Skandal – Austausch beginnt!

Plahr Rechtsanwälte

RA PLAHR Mercedes Werkstatt Austausch Hochvoltbatterie EQA EQB

Blogbeitrag: Durchbruch! Mercedes startet kompletten Batterietausch bei EQA & EQB


Paukenschlag: Nachdem Mercedes-Benz in ersten Fällen bereits Vergleiche mit betroffenen Käufern geschlossen hat, vollzieht der Hersteller nun offenbar eine Kehrtwende. Die bisherigen Software-Updates, die zu Lasten der Reichweite und Ladeleistung gingen, werden durch eine echte technische Lösung ersetzt. Ab sofort startet der Austausch der Hochvoltbatterien in Deutschland.

Die Fakten: Das Software-Update war nur eine Übergangslösung

Lange Zeit beharrte Mercedes außergerichtlich wie gerichtlich darauf, das Brandrisiko der verbauten Farasis-Zellen durch Software-Eingriffe kontrollieren zu können. Dies führte bei vielen Fahrern zu Frust über gedrosselte Ladeleistungen und Reichweitenverluste. Nun bestätigen Medienberichte, was wir schon lange gefordert haben: Die Software-Lösungen galten intern nur als Provisorium.

Die neue Situation seit Anfang der Woche:

  • Werkstätten informiert: Die Mercedes-Werkstätten wurden am Montag kurzfristig angewiesen, den Austausch vorzubereiten.
  • Technische Lösung: Die kritischen Farasis-Zellen werden nicht mehr "verwaltet", sondern technisch beseitigt.
  • Umfang: Betroffen sind EQA 250+ und EQB 250+ Modelle mit dem 70,5‑kWh-Akku.
  • Dauer: Der Tausch des kompletten Batteriepakets wird ca. acht Stunden in Anspruch nehmen.

Wichtig für Betroffene: Mit dieser Maßnahme folgt Deutschland endlich dem Vorgehen in China und den USA, wo der Austausch bereits früher kommuniziert wurde. Ein offizieller Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) soll in Kürze folgen.

Erste Vergleiche geschlossen – Druck zeigte Wirkung

Bevor diese Maßnahme nun flächendeckend anrollte, hat sich Mercedes Benz in ersten juristischen Auseinandersetzungen bereits mit Käufern verglichen. Dies zeigt, dass der juristische Druck und die Unzufriedenheit der Kunden über die mangelhafte "Software-Lösung" zu groß wurden.

Wer bisher unter spürbaren Einbußen in Reichweite oder Leistung durch das vorherige Update litt, profitiert nun endlich: Die Einschränkungen werden durch den Einbau einer komplett neuen Batterieeinheit (Lieferant noch unbekannt) aufgehoben.

Was bedeutet das für Ihre Ansprüche?

Auch wenn der Batterietausch eine gute Nachricht ist, bleiben rechtliche Fragen offen. Haben Sie das Fahrzeug monatelang nur eingeschränkt nutzen können? Wurde Ihnen beim Kauf eine Qualität versprochen, die erst jetzt – Jahre später – geliefert wird?

Der Tausch bestätigt faktisch, dass das vorherige Fahrzeug mangelhaft war. Für betroffene Fahrer bedeutet dies:

  • Ende der Einschränkung: Die Reichweite und Ladekurve sollten wieder den ursprünglichen Verkaufsprospekten entsprechen.
  • Rückabwicklung: Sollte der Tausch bei Ihnen verweigert werden oder fehlschlagen, bestehen weiterhin gute Chancen auf Rückabwicklung.

Handeln Sie jetzt: Überwachung des Batterietauschs

Mercedes lenkt ein – aber verzichten Sie nicht auf Ihre Rechte!

    Es ist noch völlig ungeklärt, wie sich der Sachmangel etwa auf Gebrauchtfahrzeuge auswirkt.
    Eine anwaltliche Begleitung der Angelegenheit ist weiterhin sinnvoll
    Noch reden wir nur von Medienberichten: Wie sich Mercedes Benz vor Ort verhalten wird, bleibt abzuwarten

Lassen Sie sich jederzeit beraten - am besten senden Sie uns den Kaufvertrag per E-Mail: anwalt@ra-plahr.de. Sie erreichen uns auch telefonisch: 02331-3400080.

Fazit: Ein Sieg für die Käufer

Die Wende beim EQA und EQB zeigt: Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Dass Mercedes nun den teuren Weg des Hardware-Tauschs geht, ist ein Eingeständnis, dass die Software-Drosselung keine dauerhafte Lösung war. Mercedes macht damit das, was wir schon lange gefordert haben. Wir bleiben selbstverständlich für Sie am Ball, bis der letzte Akku getauscht und der letzte Schaden reguliert ist.

Über Rechtsanwalt Alexander Plahr

Rechtsanwalt Alexander Plahr vertritt Geschädigte bundesweit. Er beobachtet die Entwicklungen bei Mercedes-Benz genau und hat die Wende vom Software-Update zum Hardware-Tausch frühzeitig als einzig rechtssichere Lösung gefordert.

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